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Frankreichs elektronische Rechnungsstellung startet am 1. September 2026

Frankreichs verpflichtendes System für elektronische Rechnungsstellung tritt in 27 Tagen, am 1. September 2026, in Kraft und stellt eine grundlegende Änderung der VAT-Compliance-Strategie der Direction générale des Finances publiques (DGFiP) dar. Das System zielt insbesondere auf die Bekämpfung von Karussellbetrug und den Wechsel von Nachträglichen Prüfungen zur Echtzeit-Überprüfung von Rechnungen ab.

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Frankreichs verpflichtendes System für elektronische Rechnungsstellung tritt in 27 Tagen, am 1. September 2026, in Kraft und stellt eine grundlegende Änderung der VAT-Compliance-Strategie der Direction générale des Finances publiques (DGFiP) dar. Das System zielt insbesondere auf die Bekämpfung von Karussellbetrug und den Wechsel von Nachträglichen Prüfungen zur Echtzeit-Überprüfung von Rechnungen ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frankreichs verpflichtendes System für elektronische Rechnungsstellung tritt am 1. September 2026 in Kraft.
  • Das System zielt darauf ab, den Karussellbetrug zu bekämpfen und die jährliche Rückgewinnung von 2–3 Milliarden Euro an Umsatzsteuer zu ermöglichen.
  • Die Echtzeit-Überprüfung von Rechnungen über genehmigte Plattformen ersetzt nachträgliche Audits als primäres Compliance-Mechanismus.
  • Unternehmen müssen sich auf die Nutzung genehmigter Plattformen vorbereiten und sicherstellen, dass ihre Rechnungen den technischen Standards entsprechen.
  • Die vollständige Implementierung der elektronischen Rechnungsstellungsinfrastruktur in allen EU-Mitgliedstaaten wird die Echtzeit-Datenübermittlung ermöglichen und Karussellbetrug weiter erschweren.

Kontext

Die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung in Frankreich ist Teil eines breiteren EU-weiten Trends, der darauf abzielt, die Steuercompliance zu verbessern und Betrug zu verhindern. Frankreich folgt damit Ländern wie Italien und Spanien, die bereits ähnliche Systeme erfolgreich implementiert haben. Die DGFiP schätzt den jährlichen Umsatzsteuerbetrug in Frankreich auf 6–12 Milliarden Euro und erwartet, dass das neue System jährlich 2–3 Milliarden Euro dadurch zurückgewinnen kann, dass betrügerische Rechnungsströme bei der Einreichung über genehmigte Plattformen abgefangen werden.

Ein zentraler Aspekt des Systems ist die Bekämpfung von Karussellbetrug, auch bekannt als "factures fictives". Dabei werden gefälschte Rechnungen erstellt, um Umsatzsteuererstattungen vom Staat für Transaktionen zu erhalten, die nie stattgefunden haben oder die durch Briefkastenfirmen über Grenzen hinweg zirkulieren. Sébastien Rabineau, Projektmanager bei der DGFiP, betont, dass die Echtzeit-Datenübermittlung zwischen allen EU-Mitgliedstaaten, die auf einer elektronischen Rechnungsstellungsinfrastruktur arbeiten, solche Karussellbetrugsfälle, die typischerweise Lücken zwischen den Jurisdiktionen ausnutzen, erheblich erschweren wird.

Was sich ändert: Vom Nachträglichen Audit zur Echtzeit-Überprüfung

Der wesentliche operative Kern der Reform ist der Wechsel von nachträglichen Kontrollen zur Echtzeit-Überprüfung von Rechnungen über genehmigte Plattformen. Dies ist nicht nur eine Digitalisierung bestehender Papierarbeit, sondern eine Neugestaltung des Prüfauslösers vom nachträglichen Indikator zum Echtzeit-Signal. Diese architectonische Veränderung ermöglicht es der DGFiP, betrügerische Rechnungen sofort zu erkennen und zu blockieren, anstatt sie monatelang oder jahrelang durch Audits zu identifizieren.

Auswirkungen auf Unternehmen

Für Unternehmen in Frankreich bedeutet dies, dass sie sich auf die Nutzung genehmigter Plattformen für die Erstellung und den Empfang von Rechnungen vorbereiten müssen. Dies erfordert möglicherweise Investitionen in neue Software und Schulungen für Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass sie mit dem neuen System vertraut sind. Unternehmen müssen auch sicherstellen, dass ihre Rechnungen den technischen Standards entsprechen, die für die Echtzeit-Überprüfung erforderlich sind.

Ausblick und zu beachtende Entwicklungen

Ein wichtiger nächster Meilenstein wird die vollständige Implementierung der elektronischen Rechnungsstellungsinfrastruktur in allen EU-Mitgliedstaaten sein. Dies wird die Echtzeit-Datenübermittlung ermöglichen und Karussellbetrug weiter erschweren. Darüber hinaus wird es wichtig sein, die Wirksamkeit des Systems in Frankreich zu überwachen und sicherzustellen, dass die erwarteten Rückgewinnungen von 2–3 Milliarden Euro jährlich erreicht werden. Offene Fragen betreffen die genaue Implementierung und den Umfang der genehmigten Plattformen sowie die spezifischen technischen Standards, die für Rechnungen gelten werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Karussellbetrug und warum ist er ein Problem?
Karussellbetrug, auch bekannt als "factures fictives", beinhaltet die Erstellung gefälschter Rechnungen, um Umsatzsteuererstattungen für Transaktionen zu erhalten, die nie stattgefunden haben oder durch Briefkastenfirmen zirkulieren. Dies ist ein großes Problem, da es die öffentlichen Finanzen schädigt und die Wettbewerbsfähigkeit ehrlicher Unternehmen untergräbt.
Wie wird das neue System betrügerische Rechnungen erkennen?
Das System wird betrügerische Rechnungen durch Echtzeit-Überprüfung über genehmigte Plattformen erkennen. Dies ermöglicht es der DGFiP, betrügerische Rechnungsströme sofort zu erkennen und zu blockieren, anstatt sie monatelang oder jahrelang durch Audits zu identifizieren.
Was müssen Unternehmen tun, um sich auf das neue System vorzubereiten?
Unternehmen müssen sich auf die Nutzung genehmigter Plattformen für die Erstellung und den Empfang von Rechnungen vorbereiten. Dies erfordert möglicherweise Investitionen in neue Software und Schulungen für Mitarbeiter, um sicherzustellen, dass sie mit dem neuen System vertraut sind.
Wie wird die Wirksamkeit des Systems überwacht?
Die Wirksamkeit des Systems wird durch die Überwachung der erwarteten Rückgewinnungen von 2–3 Milliarden Euro jährlich und die Sicherstellung, dass die technischen Standards für Rechnungen eingehalten werden, überwacht. Darüber hinaus wird es wichtig sein, die Implementierung und den Umfang der genehmigten Plattformen zu beobachten.
Was sind die nächsten Meilensteine für das System?
Ein wichtiger nächster Meilenstein wird die vollständige Implementierung der elektronischen Rechnungsstellungsinfrastruktur in allen EU-Mitgliedstaaten sein. Dies wird die Echtzeit-Datenübermittlung ermöglichen und Karussellbetrug weiter erschweren.
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